Was gibt´s Neues im August?

Eine wahnsinns Hitze!

Sommerzeit ist Erntezeit. Jetzt flirrt die Luft, die Hitze steigt auf. Es duftet nach trockenen Kiefernadeln, die Grillen zirpen und das Stroh pickst in die Knöchel. Das ist für uns Sommer.
Durch die extreme Trockenheit in diesem Jahr ist das Getreide schon eher reif. Die Ernte fällt aber leider deutlich schlechter aus als in einem durchschnittlichen Jahr. Aufgrund des sinkenden Angebotes von Getreide auf dem Markt steigen die Preise an. Als Landwirt, der wiederum Hühnerfutter einkauft, sitzen wir gleichzeitig auch auf der anderen Seite und müssen höhere Futterpreise hinnehmen. Durch die Trockenheit steigt die Brandgefahr im Wald und auf dem Acker.beim Dreschen des Getreides müssen wir in diesem Jahr besondere Vorsicht walten lassen. Liegt auf dem Acker ein Stein, der von dem metallenem Schneidwerk gestreift wird, kann es zum Funkenflug kommen. Dann kann es passieren, dass sich durch den Funken das trockene Stroh entzündet. Deshalb stehen gefüllte Wasserfässer und ein Grubber, der das entzündliche Stroh einarbeitet, auf dem Feld bereit,   zu können. Schon ein wenig Regen würde die Gefahr bannen. Für das Wachstum des Getreides kommt der Regen aber zu spät. Unsere Kartoffeln, Zuckerrüben und auch die Spargelpflanzen freuen sich umso mehr über die Wärme. Aktuell sind wir auf unserem Hof in Inzmühlen ständig am Beregnen. Dies kostet viel Energie. Auf unserem Hof in Watzum haben wir keine Beregnungstechnik, da so ein trockener Sommer wie in diesem Jahr sehr selten ist. In einem normalen Sommer kann der Boden, der in Watzum Feuchtigkeit gut speichern kann, die Pflanzen problemlos versorgen. In diesem Jahr hätte eine Beregnung aber sehr geholfen.

ErntezeitDer prüfende Blick in den BestandDie Technik hilft uns wo sie nur kann.

All dies macht uns immer wieder deutlich, wie abhängig wir vom Wetter sind. Als freiheitsliebende Menschen treffen wir auch immer wieder Entscheidungen mit gewissem Risiko. Aber in diesem Jahr hat das Wetter uns sehr deutlich gezeigt, dass die Natur bei allem das letzte Wort hat.
Unser Stallbau für die neuen Bio-Legehennen geht unterdessen in großen Schritten voran. Die Technik im Inneren des Stalles wird verkabelt und nimmt Formen an. Die künftigen Bewohnerinnen wachsen derweil in einem ähnlichen Stallsystem heran, um optimal vorbereitet zu sein. So wissen sie sofort, wo das Wasser zu finden ist, dass man nachts am bequemsten auf den Stangen schlafen kann und wo es die besten Plätze an der Futterbahn gibt. Sie trainieren dabei das Fliegen, sodass sie auch bei uns in der Voliere durchstarten können, um die Ebenen zu wechseln. So können wir sichergehen, dass die Hennen sich schnell einleben und wenig Stress durch den Stall-Wechsel haben werden.
In unserem Hofladen freuen wir uns jetzt über viele Cafégäste, die die Lüneburger Heide in ihrem Urlaub oder während eines Ausfluges in das Umland genießen. Wann waren Sie das letzten mal in der Heide spazieren? Vielleicht wäre es mal wieder ein schönes Erlebnis? Wir freuen uns auf Sie!